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Schwindelig und schweißgebadet, mit Saat bekrönt und übersät, schuften wir von früh´ bis spät - wadenhoch im Heu gewatet.
In goldene Glut getaucht, zerfließt der Tag flimmernd dahin, ohne Ende, ohne Beginn, wie nie entfacht, nie angehaucht.
Rhythmisch rühren sich die Rechen: berauschend süßer Sommerduft; Staub wie Schnuppen in der Luft. Der letzter Reuter*! Auf zum Zechen …
Das Heu ist unter Dach und Fach. Jäh rollt und grollt der Donner – kracht in schwüler, samtner Sommernacht. Vom Hof her hallt ein hell Gelach.
Tanya van der Wacht
© 21. Juli 2006 Tanya van der Wacht
* Ursprünglich hat man das Heu auf so genann- te Reuter, sechsstöckige Gestelle, durch die der Wind hindurchwehen konnte, zum Trocknen gegabelt.
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